THEATER
Schöne Neue Liebe

Dt.-Fr. Sprach-Tanz-Performance, 2 Darsteller, I Oud

Wer nicht liebt, mag sich selber nicht, mag auch andere nicht.
Ein Wartesaal, ein Mann, eine Frau, Schwarz versus Weiß. Ist Liebe Gestus echter Grenzüberschreitung? Der Verlust letzter Utopie des Menschen? Im Mikrokosmos mag wahr sein, dass keiner nach Hautfarbe, Sprache fragt. Der Makrokosmos jedoch ist brutaler.

Ulrike Düregger und der französische Darsteller Charles-Henry Peler entwickelten aus Elementen des modernen Sprechtheaters, die mit Choreografie, Live- Gesang und Sound-Einspielungen von Interviews bi-kultureller Paare verdichtet und musikalisch durch den Oud-Spieler Andrea Mozzato begleitet wurden, eine site-specific Performance.

2011-2014: Intern. Theaterfestival Algerien – Bejaia, Oran; Berlin: Ausländerbehörde, TAK, Festival de la Francophonie, ACUD, Bielefeld: Interkulturelles Zentrum. Förderung: GI Algier, Österreichisches Kulturforum Berlin.

Der Tod und das Mädchen

Dt.-Engl. Solo-Adaption mit Live-Gesang

Warum werden alltägliche Dinge zur Qual?
In dieser Arbeit des Ariel Dorfmann-Stücks ging es um die Themen Folter und Vergebung. Künstlerisch konzentrierte sich Düregger auf die physische und psychische Verfassung der Protagonistin Paulina und ihrer unsichtbaren Narben und das Abgleiten in eine verheerende Innenwelt.

In einem einfachen Bühnensetting, ausgestattet mit alltäglichen Objekten wie Zeitungen, Wasserflaschen, einem weißes Laken und Tomaten, die Paulinas Erinnerungen symbolisierten, beinhaltete die Darstellung in der Erzählweise starke Brüche mit fast schon schizophrenen Zügen.

2008 -2010: Uraufführung beim Festival zum kulturellen Wiederaufbau des Irak in Berlin und Duhok in Kurdistan-Irak, Intern. Theaterfestival Amman-Jordanien und Algier/ Algerien, theaterkapelle Berlin, Festival für Gewaltfreiheit in Berlin, SUSI-Frauenzentrum, 48 Stunden Neukölln.

Liebe Glück Heimat

Site-specific Solo-Performance

2007 entstand die erste Produktion von Düregger und wurde insgesamt drei Mal beim Festivals 48 Stunden Neukölln auf dem Ernst-Reuter-Platz gezeigt.

Zu sehen war im ersten Teil „Liebe“, eine Frau im hellen Kleid mit „Päckchen“ auf dem Rücken, die emotional bewegt auf einem Brunnen tanzt, ihrem Liebsten zuspricht und ihn besingt, jedoch die Vergänglichkeit dieser Verbindung erkennen muss.

Im zweiten Teil „Glück“ wurde das Publikum auf eine „indigene Glücksreise“ mitgenommen und wanderte mit der Darstellerin hinter den Brunnen unter eine Arkade.

Der dritte Teil „Heimat“ war eher abstrakt gehalten und generierte aus den Wörtern Gehen, Kommen und Bleiben einen Frage-Text und wurde mit einer Bewegungsszene vor dem Brunnen interpretiert.

Vorlagen: Auszüge aus „Elektra“, Hugo von Hofmannsthal, ein peruanisches Märchen und ein selbstverfasster Text. Musik: u. a. Dhafer Youssef.